„Die Natur beschenkt den Menschen mit den faszinierendsten Bildern, wie etwa die einmalige Landschaft der Dolomiten.“
Eugen E. Hüsler, Autor und Bergsteiger
Entstehungsgeschichte
Die
Dolomiten sind einer der landschaftlich schönsten Bergmassive der Südalpen. Das Gebirge besteht zu großen
Teilen aus Sedimentgestein, das deutlich typische Schichtungen aufweist.
Dazwischen findet man auch Lagen aus versteinerten Korallenriffen,
die in der Tethys der Trias
gewachsen waren. Dieses Gestein wird als Dolomit bezeichnet.
Früher trugen einige Berggruppen
noch nennenswerte Gletscher, der einzige heute noch existierende größere
Gletscher ist der Marmolatagletscher. Der Name der Dolomiten wie auch des
Dolomitgesteins leitet sich von dem französischen Geologen Déodat de Dolomieu (1750 - 1801) ab. Bevor dieser
das Dolomitgestein beschrieben hat, war die Bezeichnung Monti pallidi (‚bleiche
Berge') verbreitet.
Das eigentliche, von Dolomieu
beschriebene Gestein bzw. das darin enthaltene Mineral Dolomit
macht jedoch nur einen kleinen Teil der Dolomiten aus. Es ist aufgrund des
hohen Magnesiumgehaltes gelblich gefärbt. Die übrigen Gebiete bestehen
hauptsächlich aus weißlich-grauen Kalksedimenten mit geringem Dolomit-Anteil. Wegen
der ähnlichen Gesteinsstrukturen hat sich der Name im Sprachgebrauch auf die
gesamten Dolomiten sowie auf das entsprechende Kalk-Sedimentgestein übertragen.

Geografie
Die Abgrenzung der Dolomiten wird
verschieden gehandhabt. Nach herkömmlichem Verständnis
werden sie begrenzt:
- im Norden durch das Pustertal
- im Osten durch Sexten,
Kreuzbergsattel und Piave
- im Süden wiederum durch den Piave, die Linie Feltre-Genebe/Enego
und Valsugana
- und im Westen durch die Täler von Etsch und Eisack begrenzt.
Höchster Berg der Dolomiten ist die Marmolata mit
3.342 Höhenmetern.

Sprache und Geschichte
Die Dolomiten gingen aus der
Völkerwanderung als ladinisches Sprachgebiet hervor, wurden aber mit der
Entstehung Tirols und der Eingliederung des Trentino
in das Heilige römische Reich ab dem Mittelalter durch bajuwarische Siedler
teilweise germanisiert, daneben stößt vom Süden her bis heute das Italienische vor.
Während des Gebirgskriegs 1915-1918, als Italien auf Seiten
der Entente im Ersten Weltkrieg kämpfte, war die Grenze
Gebirgsfront. Vielerorts sind noch Kriegsspuren zu sehen, insbesondere der
durch Sprengung zum Einsturz gebrachte Gipfel des Col di Lana.
In dieser historisch bewegten, sprachlich vielfältigen und landschaftlich einmalig schönen Region Urlaub zu machen,
ist ein Genuss für Körper und Geist.